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2.10.2009 von admin.
Die Situation auf der indonesischen Insel Sumatra spitzt sich zu, ein zweites schweres Erdbeben hat die Insel erschüttert. action medeor hilft der Betroffenen mit lebenswichtigen Medikamenten. Wenn Sie helfen wollen, folgen Sie dem Banner unten.
Pressemitteilung
Sumatra: medeor packt lebenswichtige Medikamente für 60.000 Menschen
Tönisvorst, 1. Oktober 2009. Die Situation auf der indonesischen Insel Sumatra spitzt sich zu, ein zweites schweres Erdbeben hat die Insel erschüttert. Dirk Angemeer von action medeor steht in permanentem Kontakt mit lokalen Partnern und berichtet: „Tausende Menschen sind unter den Trümmern von Häusern begraben, Krankenhäuser und Schulen eingestürzt, Zufahrtsstraßen zugeschüttet.“ Die Mitarbeiter der action medeor packen lebensnotwenige Arzneimittel, Verbandstoffe und medizinische Geräte für 60.000 Menschen in Indonesien.
„Wir stellen uns auf Hilfsmaßnahmen in großem Umfang ein. Wir packen jetzt rund um die Uhr“, sagt Angemeer, verantwortlich für die Humanitäre Hilfe bei medeor. „Noch heute werden deutsche Rettungsspezialisten von I.S.A.R., International Search and Rescue, ins Katastrophengebiet fahren, mit dabei, ein Emergency Helth Kit von action medeor, das sind 28 große Paketen, 900 Kilo schwer, gepackt mit lebensnotwendigen Arzneimitteln und medizinischen Geräten.“ Ein zweites Kit wird zurzeit im Tönisvorster Medikamentenlager gepackt, enthalten ist alles, was nach jahrelangen Erfahrungen in solch einer Katastrophe gebraucht wird. Mediziner weltweit sind mit der Handhabung für den Notfalleinsatz vertraut. Bis zu 10.000 Menschen können damit drei Monate lang medizinisch an bis zu zehn verschiedenen Orten versorgt werden.
Viele andere Partner der action medeor haben um schnelle Hilfe gebeten. action medeor ist auf Katastrophen in diesem Ausmaß eingestellt und kann die Hilfe binnen weniger Stunden zur Verfügung stellen. „Ein großer Vorteil ist auch die Arbeit in unserem Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Wir koordinieren unsere Hilfe mit den neun anderen Mitgliedorganisationen, zum Beispiel ist Help bereits vor Ort und wird zusammen mit unseren gemeinsamen lokalen Partnern die Medikamente bedarfsgerecht verteilen“, so Angemeer. „Wir sind für die Hilfe allerdings dringend auf Spenden angewiesen.“
Volksbank Krefeld, Kontonummer 555 555 555, BLZ 320 603 62,
Stichwort: Hilfe für Indonesien
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14.7.2009 von admin.
Die Fundraising Akademie bietet im November ein Weiterbildungs-und Qualifizierungsangebot für Verantwortliche im Bereich Corporate Responsibility an.
Das Seminar richtet sich an angehende oder bereits tätige CR-Manager die Grundlagen erlernen oder ihr Wissen erweitern wollen. Die PricewaterhouseCoopers AG und HP Fundconsult unterstützen die Initiative der Fundraisingakademie als Kooperationspartner.
Vermittelt werden die Grundlagen CR, das Profil von CR-Managern, Wirtschafts-und Unternehmensethik , Stakeholdermanagement, CR-Strategie und CR-Management, CR-Kommunikation, Bewertung von CR-Systemen und die drei Handlungsfelder Ökonomie, Soziales (untergliedert in Mitarbeiter und Gesellschaft) und Umwelt.
Weitere Informationen hier http://www.fundraisingakademie.de/307.php Anmeldung hier http://www.fundraisingakademie.de/338.php
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8.7.2009 von admin.
Nachdem die GRI (Global Reporting Initiative) bereits im März dazu aufgefordert hat das Nachhaltigkeitsreporting für Unternehmen verpflichtend zu machen und für mehr Transparenz zu sorgen, bezieht nun die FEE (Fédération des Experts Comptables Européens, die Interessenvertretung der Wirtschaftsprüfer auf europäischer Ebene) Stellung.
In the current climate of financial and economic crisis, FEE and Eurosif wish to raise the strategic importance of sustainability disclosures in order to provide financial information in a more comprehensive and meaningful way.
Auszug aus Presseerklärung vom 03.07. http://www.fee.be/news/default.asp?library_ref=2&category_ref=214&content_ref=1062
Dies unterstreicht, ein weiteres Mal, die Bedeutung von Nachhaltigkeitsreporting für Unternehmen. Gegenwärtig findet der Round Table zum Thema im Public Sector statt.
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15.10.2008 von admin.
“Europe needs to intensify actions to adapt to climate change impacts” - klare Worte der European Environment Agency. Für eine wirkliche Veränderung sind noch sehr viele und einschneidende Maßnahmen nötig.
Doch es passiert zu wenig und auf der politischen Ebene findet die tatsächliche und konsequente Weichenstellung noch nicht statt. Einige der eher neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - Polen, Ungarn, Bulgarien, Slowakei - mauern hier aktiv. Deutschland bekleckert sich hier ebenfalls nicht mit Ruhm wo es beispielsweise die partielle Aufweichung der Regelungen zum europaweiten Emissionshandel unterstützt (s. Artikel von Germanwatch).
Zukunft
Mit offenen Augen Richtung Abgrund könnte man in dem Zusammenhang denken - aber das Problem der globalen Verantwortungdiffusion liegt unter anderem darin, dass der Abgrund noch ein Stück zu weit weg ist. Zurück also zum Bericht der European Environment Agency der den Abgrund ein wenig plastischer darstellt. Hier ein paar der Ergebnisse:
Hier der volle Bericht http://reports.eea.europa.eu/eea_report_2008_4/en/
Quelle: EEA, http://www.eea.europa.eu/pressroom/newsreleases/europe-needs-to-intensify-actions-to-adapt-to-climate-change-impacts
Gegenwart
Nach dem Blick in die Zukunft ein Blick auf die Gegenwart und einige der Mitverursacher. Im Rahmen des Carbon Disclosure Projects sind für 2008 die ersten Ergebnisse erschienen. Hier ein paar Highlights:
“Carbon disclosure and climate change reporting is becoming increasingly critical for investors to fully assess their risks, liabilities and opportunities within their portfolios. The Carbon Disclosure Project (CDP) has published the results of the Global500, S&P500 and FTSE350 companies that disclosed their activities. The CDP initiative, now in its sixth year, provides investors with a unique analysis of how the world’s largest companies are responding to the challenge of climate change. Over 380 institutional investors sign up to CDP, with combined assets under management of $57 trillion. The reports provide real insight into how companies track their carbon footprint and consider the risks and opportunities of carbon on their business. It also shows how companies compare against their industry peer group and who is leading the field.”
Hier alle Reports:
http://www.pwc.com/images/gx/eng/about/cdp/CDP6-Report-Global500.pdf
http://www.pwc.com/images/gx/eng/about/cdp/CDP6-Report-SP500.pdf
http://www.pwc.co.uk/eng/publications/carbon_disclosure_project_report_2008.html
Quelle: PwC UK
http://www.pwc.com/extweb/home.nsf/docid/90CE92CA661BD4E4852574C900626A3C
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8.9.2008 von admin.
Man könnte meinen so wie über Nachhaltigkeit von Unternehmen berichtet wird, handelt es sich um freiwillige Angaben. Dies allerdings ist ganz und gar nicht so.
Verpflichtung zur Berichterstattung über Nachhaltigkeit
Mit dem BilReG von 2004 wurden nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Pflichtbestandteil in die Lageberichterstattung von Unternehmen. Um dieser Verpflichtung zu unterliegen muss es sich bei dem Unternehmen um:
eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 HGB) oder
um einen Konzern handeln und
nicht finanzielle Indikatoren für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage des Unternehmens von Bedeutung sein.
Der Gesetzgeber nennt hier als Beispiel für nicht-finanzielle Leistungsindikatoren beispielsweise Umwelt- und Arbeitnehmerbelange (§ 315 I HGB).
Das heißt: Wenn bei einem Unternehmen im Geschäftsjahr Nachhaltigkeitssachverhalte
eingetreten sind oder sich dahingehend verändert haben, dass sie eine Bedeutung für Geschäft oder Lage jetzt oder in der Zukunft haben, muss darüber im Lagebericht Bericht erstattet werden.
Wenn also gewünscht ist gesetzeskonform zu berichten, muss, unter diesen Umständen, Nachhaltigkeit voll mit berücksichtigt werden.
Leitfäden und Standards
Nachhaltigkeit kann gut gemanaged werden und es kann gut darüber berichtet werden, denn Standards und Leitfäden gibt es, die das Thema Nachhaltigkeit zum Inhalt haben. Hier ein paar Beispiele:
Global Compact der UN: Kein Standard oder Leitfaden im eigentlichen Sinne, sondern viel mehr ein Set an Verpflichtungen, die bereits eine Richtung zeigen können.
http://www.unglobalcompact.org/AboutTheGC/TheTenPrinciples/index.htmlG3 der Global Reporting Initiative: Weltweit anerkannte Richtlinie für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten von Unternehmen.
http://www.globalreporting.org/ReportingFramework/G3Guidelines/#5KPIs for ESG von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management: Leitfaden mit Anforderungen des Finanzmarktes an die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
http://www.dvfa.de/files/die_dvfa/kommissionen/non_financials/application/pdf/KPIs_ESG_FINAL.pdfSA8000 von Social Accountability International: Leitfaden mit Anforderungen speziell für den Sozialen Sektor der Nachhaltigkeit.
http://www.sa8000.org/ anforderungenEMAS oder ISO 14001: Standards für Umweltmanagement
http://www.iso.org/ISAE 3000 der International Federation of Accountants: Guide zur Prüfung von Nachhaltigkeitssachverhalten.
http://www.ifac.org/IAASB/ProjectHistory.php?ProjID=0008AA1000 Assurance Standard vom Institute of Social and Ethical AccountAbility: Guide zur Prüfung unter Berücksichtigung von Stakeholdern.
http://www.accountability.org.uk/uploadstore/cms/docs/Assurance%20Standard%20for%20
Web.pdf.IDW PS 821 des Instituts deutscher Wirtschaftsprüfer: Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung oder prüferischer Durchsicht von Berichten im Bereich der Nachhaltigkeit
http://www.idw.de/idw/portal/n281334/n281114/n302246/index.jsp
Das heißt: Es besteht nicht nur eine unternehmerische Verantwortung Nachhaltigkeit zu managen, viele Unternehmen sind zudem verpflichtet über Nachhaltigkeit zu berichten. Und es gibt eine Reihe von Standards und Leitfäden, die dabei helfen können sowohl in der Berichterstattung als auch im Management gute Leistungen zu erreichen.
Geschrieben in IA Management, Nachhaltigkeit, IA Reporting, Intangible Assets, Human Capital, Allgemein | Keine Kommentare »
3.9.2008 von admin.
Nachhaltiges Handeln bietet für Unternehmen wesentlich mehr Chancen als Risiken und zahlt sich aus. Bei Geschäftsmodellen die nachhaltig ausgestaltet sind beispielsweise mag dies schnell offensichtlich sein, ebenso bei nachhaltiger Unternehmensführung die die mittel- und langfristige Bestandssicherung gewährleistet, aber wie ist es mit den ökologischen, sozial-gesellschaftlich und unternehmerisch-steuernden Aspekten?
Nutzen von Nachhaltigkeit
Die ökonomische Notwendigkeit von Nachhaltigkeit durch bestandssichernden Maßnahmen ist direkt offensichtlich. Die ökologischen, sozial-gesellschaftlichen und unternehmerisch-steuernden Aspekte der Nachhaltigkeit sind mit Sicherheit normativ zustimmungspflichtig, aber die ökonomische Notwendigkeit ist, obwohl vorhanden, meist nicht direkt transparent. Hier ein paar Beispiele zu den einzelnen Aspekten:
Licence to Operate: Gerade für Unternehmens außerhalb des Dienstleistungssektors von großer Bedeutung. Ein zu lockerer Umgang und eine zu kurzfristige Sicht auf evtl. Gesundheits- oder Umweltfolgen kann in Verboten und Lizenzentzug münden.
Kosteneinsparungen: Zum einen durch Einsparungen generell, bspw. bei Energie, Wasser oder Wärme, aber auch höhere Ressourceneffizienz in der gesamten Wertschöpfungskette, proaktive Nutzung von Recyclingpotentialen etc., geringer Verbrauch, geringere Materialintensität usw.
Verbrauchervertrauen: Produkte deren Produktion kein schlechtes Gewissen beim Verbraucher erzeugt werden stärker nachgefragt. Auch sind Verbraucher unter sonst gleichen Bedingungen eher bereit bei dem Unternehmen ihr Geld zu lassen das ihnen sympathischer und mit den eigenen Werten in Übereinstimmung erscheint und belohnen dies mit Wiederkaufsraten.
Attraktiver Arbeitgeber: Unternehmen die sich für Nachhaltigkeitsaspekte und insbesonders sozial-gesellschaftliche Aspekte einsetzen, sind attraktiver für Bewerber und die eigenen Mitarbeiter.
Verschiedenartigkeit nutzen: Gerade globale Unternehmen müssen die Verschiedenartigkeit Ihres Unternehmens erkennen und aktiv für sich nutzen. Nachhaltige Unternehmen nutzen die Performance-Chancen die sich in einem ganzheitlichen Diversity Management verbergen.
Erfolg durch Wissen: Nachhaltige Unternehmen investieren in ihre Human Ressources. Bspw. durch echtes Wissensmanagement um Wissen zu teilen, Wissen zu transferieren, zu erweitern und gezielt einzusetzen. Oder durch Maßnahmen um die Gesundheit der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten.
Die Gemeinschaft sinnvoll unterstützen: Nur wenn das Umfeld stark ist geht es auch dem Unternehmen gut. Nachhaltige Unternehmen haben dies im Scope und unterstützen daher zielgerichtet bspw. Initiativen für gute Bildung.
Investorenvertrauen: Der Kapitalmarkt hat ein Auge auf Nachhaltigkeit - Unternehmen die sich hier engagieren sind attraktiv für Investoren. Auch wird die Berichterstattung über Nachhaltigkeit vermehrt eingefordert.
Brand protection: Starke und gute Marken können schnell abstürzen, wenn das Markenversprechen nicht mit dem Handeln des Unternehmens übereinstimmt.
Brand enhancement: Unternehmen die Nachhaltigkeit hingegen ernsthaft betreiben können ihre Marke positiv aufladen und verstärken, auch eine stärkere Differenzierung ist dadurch möglich.
Reputation: Allgemeiner verhält es sich genauso, zum einen kann eine nachhaltige Unternehmensführung Reputationsschäden von vornherein abwenden und die Reputation des Unternehmens sogar merklich steigern.
Fraud: Wirtschaftskriminalität wird nicht nur dort wirksam bekämpft wo es viele Kontrollen gibt. Korrektes und normenkonformes Verhalten ist Teil der nachhaltigen Unternehmensführung. Unternehmen die Nachhaltigkeit ernsthaft angehen können dolose Handlungen eher verhindern als andere.
Der Regulierung zuvor kommen: Dosenpfand und Nichtraucherschutz im Gastgewerbe sind nur zwei plakative Beispiele wie die Selbstregulierung der Marktteilnehmer versagt hat. Nachhaltige Unternehmen kommen, im Dialog mit ihren Stakeholdern, einer, wohlmöglich zu weit greifenden, Regulierung zuvor in dem sie selbst die Probleme erkennen und wirksam managen.
Alle diese Punkte sind für Unternehmen von belang, auch wenn je nach Unternehmen vielleicht in unterschiedlicher Ausgestaltung oder Intensität. Über diese ökonomische Notwendigkeit Nachhaltigkeit zu steuern hinaus, gibt es noch einen weiteren, eher normativen Aspekt, der zu betrachten ist.
Suprasystemischen Integration
Das System der Umwelt - hier als der weitergefasste, über Ökologie hinausgehende Begriff zu verstehen - auf unserem Planeten ist hochkomplex und erlaubt verschiedenste Sichtweisen wie der Mensch sich als Teil dieses System verstehen kann. Hier zwei gegensätzliche Positionen:
Anthropozentrismus
Diese antiholistische sichtweise versteht den Menschen als Zentrum und “Eigentümer” der Umwelt. Bspw. erkennt der Anthropozentrismus die Natur nur in den Aspekten in dem sie dem Menschen nutzen stiftet. Eine ethische Verpflichtung des Menschen sein Dasein mit seiner Umwelt im Einklang zu verbringen exisitiert nicht. Eine Sichtweise dieser Prägung kann natürlich zu einem anderen moralischem Grundverständnis und zu anderen Handlungen führen, als wenn eine andere, moderatere Betrachtungsweise vorliegt.
Tiefenökologie
Das direkte Gegenteil ist die Tiefenökologie. Die Tiefenökologie ist biozentrisch (Achtung und Rücksicht für alles Leben) und kritisiert direkt die anthropozentrische Sichtweise und das Nutzungsinteressendiktat des Menschen. Laut der Tiefenökologie kann der Mensch nur in Balance mit der Umwelt langfristig bestehen.
Über beide Extrempositionen kann man urteilen wie man es für richtig hält. Keine der beiden Wege kann konsequent verfolgt werden: Totaler Anthropozentrismus führt die menschliche Gemeinschaft in den nächsten 100 Jahren in den Kollaps, Tiefenökologie würde einen so radikalen Umbau der Gesellschaft erfordern, der, auf globaler Ebene, nicht konsequent durchzusetzen wäre. Ein Weg in der Mitte ist hier viel eher gangbar. Eine erster Schritt in diese Richtung ist Erkenntnis: Das kollektive Bewußtsein braucht eine Normenerweiterung und muss sich selbst als Teil eines fragilen Systems verstehen.
Bedeutung für Unternehmen
Wie gehen Unternehmenslenker damit um? Sie sind Teil des Systems, aber Veränderungen auf globaler Ebene können sie nicht allein bewältigen. Welcher Verpflichtung müssen sich nachkommen? Die Antwort ist einfach, in der ersten Linie der Verpflichtung Rendite für ihre Kapitalgeber zu erwirtschaften. Aber wenn durch nachhaltige Unternehmensführung eine ebenso hohe oder höhere Rendite erzielt werden kann, dann ist es Teil der unternehmerischen Verantwortung nachhaltig zu handeln. Wenn es möglich ist die gleiche oder höhere Rendite zu erzielen und dabei ressourcenschonend und in Balance mit dem Umfeld, der Umwelt und den Anspruchsgruppen zu agieren ist eine Frage der unternehmerischen und auch der moralischen Verantwortung dies zu tun. Suprasystemische Integration bedeutet nicht nur sich als Teil des direkten Umfeldes zu verstehen, sondern als Teil eines größeren Systems und in diesem System harmonisch zu agieren.
Große Veränderungen auf globaler Ebene können Unternehmen allein nicht durchsetzen, aber sie können ein Teil davon sein, Vorreiter und Zeichen setzen. Zudem können sie signalisieren, dass sie verstanden haben ihren Beitrag zu leisten die Aufgaben der nächsten Jahrzehnte mit zu bewältigen und das sie verstanden haben welche ökonomische Vorteile im nachhaltigen Handeln stecken.
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28.8.2008 von admin.
Wie bei allen Themen die viel diskutiert werden und von daher einer großen Dynamik unterliegen, ist auch der Begriffsumfang und die Benennung des Nachhaltigsbegriffs in ständiger Bewegung. Sustainability, Corporate Responsibility, Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Corporate Citizenship, Unternehmensverantwortung oder Responsible Business sind nur einige Begriffe, die damit gern in dem Zusammenhang genannt werden.
In Ermangelung einheitlicher Definition oder verlässlicher Standards lassen sich alle Benennungen zu einem Begriffsbrei zusammenrühren (evtl. mit Ausnahme von Corporate Citizenship, das meist einen sehr starken Bezug nur zu den sozialen Aspekten hat).
Viel entscheidender ist was mit Sustainability, Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility denn gemeint ist, bzw. alles umfasst. Der Begriff Nachhaltigkeit als Wort steht für Bewahren, zukunftsfähiges und langfristig orientiertes Handeln, Berücksichtigung der Außenwelt, Substanzerhalt. Für Unternehmen bedeutet Nachhaltigkeit daher im Speziellen Maßnahmen die die Unternehmensfunktionen in Hinblick auf ökologische, soziale, unternehmerisch-steuernde und bestandssichernde Aspekte ausrichten (vgl. bspw. den Europäischen Aktionsrahmen für CSR oder das Grünbuch der Europäischen Kommission).
Aus dieser Perspektive heraus werden zwei Dinge deutlich: Zum einen ist Nachhaltigkeit kein isoliert zu betrachtendes, nur ökologisches Themenfeld, sondern ein ganzheitlicher Ansatz des operativen und strategischen Managements.
Und zum Zweiten: Nachhaltigkeitsmanagement muss durch eine dafür angemesse Stelle bzw. Position im Unternehmen wahrgenommen, gewährleistet und durchgeführt werden.
Die Situation heute
Zum jetzigen Zeitpunkt werden Nachhaltigkeitsaspekte eher nicht gemanaged oder durch Abteilungen die diese Aufgaben nicht voll erfüllen können - zumindest ist dies der Eindruck von aussen. Dies mag damit im Zusammenhang stehen, dass Nachhaltigkeit noch keine besondere Rolle im Unternehmen spielt was ein Indikator dafür ist dass das Potenzial an vielen Stellen einfach noch nicht richtig verstanden wird. Wenn PR-Abteilungen oder Investor-Relations-Teams das gesamte Nachhaltigkeitsmanagement leisten sollen kann dort nicht viel bei herauskommen. Auch wenn Nachhaltigkeit nur durch das Umweltmanagement geleistet wird, lässt dies die weiteren, ebenso wichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit häufig unberücksichtigt. Ernst gemeintest Nachhaltigkeitsmanagement sieht anders aus.
Die Situation morgen
Vorstellbar, und was sich teilweise auch abzeichnet, ist die Einrichtung von Corporate Social Responsibility Stabsabteilungen. Diese Abteilungen, ausgestattet mit dem nötigen Budget, angemessener Management Attention und Personalstärke erarbeiten Vorschläge zur größeren Nachhaltigkeitsintegration in der Linie, Steuerung von Nachhaltigkeitsinitiativen, zentrales Sponsoring, Prüfung von Umweltbelangen, Prüfung der Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen, Maßnahmen zur Bestanddsicherung, Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorschriften etc. Dies wäre eine Entwicklung die einem konsequenten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung tragen würde.
Die Situation übermorgen
Langfristig wird nachhaltige Unternehmensführung sicherlich von denen gewährleistet die auch die Verantwortung tragen - der Unternehmensführung. Ganz gleich ob nun CEO oder gar ein CSO, in jedem Fall wäre dies ein der konsequenteste Weg um mit den Themen Umwelt, Sozial, Steuerung und Bestandssicherung umzugehen.
Einige Nachhaltigkeitsbegriffe und ihre Bedeutung:
Corporate Social Responsibility - in den meisten Fällen synonym zu Sustainability, Corporate Responsibility, Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung oder Responsible Business; nachhaltige Unternehmensführung
Corporate Citizenship - das Unternehmen als gutes Mitglied der Gesellschaft, bürgerliches Engagement
Corporate Foundations - Einrichtung von gemeinnützigen Stiftungen
Corporate Giving - Spenden und Sponsoring durch Unternehmen
Corporate Volunteering - Engagement für wohltätige, soziale Zwecke unter Einbindung der Mitarbeiter
Corporate Venturing - Förderung von kleinen, innovativen und für das Unternehmen relevanten Unternehmen oder Start-Ups z.B. durch Minderheitsbeteiligungen
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22.8.2008 von admin.
Warum die Ressource Wissen ein Nachhaltigkeitsthema ist
Nachhaltigkeit ist in aller Munde und ein Thema das inzwischen ebenso inflationär wie vielfältig gebraucht wird. Nachhaltigkeit als Wort steht für Bewahren, zukunftsfähiges und langfristig orientiertes Handeln, Berücksichtigung der Außenwelt, Substanzerhalt. Für Unternehmen bedeutet Nachhaltigkeit im Speziellen daher Maßnahmen die die Unternehmensfunktionen in Hinblick auf ökologische, soziale, unternehmerisch-steuernde und bestandssichernde Aspekte ausrichten.
Ökologische Aspekte können Themen wie Energieeffizienz oder ausbalancierte Einflüsse des Unternehmens auf die Umwelt sein. Soziale Aspekte können Funktionen und Kontrollen sein, die beispielsweise Arbeitsbedingungen angemessen ausrichten oder ein Engagement des Unternehmens im Bildungsbereich. Unternehmerisch-steuernde Aspekte tragen beispielsweise Sorge dafür, dass Wohlverhalten im Rahmen der gesetzlichen und gesellschaftlichen Normen stattfindet oder dolose Handlungen, wie Fraud, ausgeschlossen werden. Die bestandssichernden Aspekte der Nachhaltigkeit in Unternehmen berücksichtigen all solche Faktoren, die die langfristige Bestandssicherung und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beeinflussen. Und hier findet sich auch der erfolgskritische Wettbewerbsfaktor Wissen wieder, der nachhaltig gemanaged werden muss.
Wandel zur Wissensgesellschaft
Unser Lebensumfeld und die Arbeitswelt befinden sich in der Veränderung von der industriell geprägten Gesellschaft hin zur Informations- und Wissensgesellschaft. Unternehmen sind daher gehalten dieser Entwicklung proaktiv und nicht reaktiv zu begegnen um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch die globalisierte Wirtschaft treibt, geprägt durch sehr hohe Dynamik und größeren Wettbewerbsdruck, den Bedarf voran, Wissen nachhaltig zu managen um den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Immer kürzere Innovations- und Produktlebenszyklen verstärken zudem die Anforderung an die Unternehmen durch die Kreativität und das Wissen ihrer Mitarbeiter flexibel, zeitnah und persistent reagieren zu können.
Wettbewerbsfaktor Wissen
Wissen ist aus unterschiedlichen Gründen ein zentraler und nachhaltiger Wettbewerbsfaktor. Wissen bedeutet das Gesamt an Erkenntnissen und Fähigkeiten, die Personen im täglichen Leben zur Bewältigung von Aufgaben einsetzen. Dieses Wissen bildet sich aus Daten und Information die im Individuum vernetzt werden und daher an Personen gebunden ist. Dies bedeutet Wissen ist individuell und damit schwer imitierbar, folgerichtig ist das Unternehmen mit der effektiveren und besseren Wissensbasis gegenüber seinen Wettbewerbern im Vorteil. Wissen heißt auch Wissen über Anspruchsgruppen, also die Bedürfnisse, beispielsweise der Kunden, richtig bedienen zu können. Wissen bedeutet auch Kompetenz zu Handeln, also die richtigen Dinge richtig zu tun. Wissen und Wissensaustausch bedeutet ebenso lernen aus Fehlern, dies bedeutet dass Unternehmen die sich nachhaltig und ständig zu verbessern suchen, auf Wissen, Wissenaustausch und Wissensentwickelung angewiesen sind. Auch wenn Veränderungen von Nöten sind und ein Unternehmen flexibel, beispielsweise auf veränderte Marktgegebenheiten, reagieren muss, ist eine nachhaltige und sich entwickelnde Wissensbasis unerlässlich. Ebenso ist Innovation ohne solide Wissensbasis zum Scheitern verurteilt.
Wissen als ein entscheidender Baustein der Nachhaltigkeit
Wissen ist Teil der bestandssichernden Aspekte von nachhaltiger Unternehmensführung. Es liegt also in der unternehmerischen Verantwortung des Managements den Wettbewerbsfaktor Wissen aktiv zu steuern um nachhaltige Bestandssicherung zu erreichen und nicht sich selbst zu überlassen. Die Unternehmen die langfristig bestehen werden, sind nicht die informierten sondern die lernenden und wissenden Organisationen.
Geschrieben in Nachhaltigkeit, Intangible Assets, Wissensmanagement, Wissen, Allgemein | 1 Kommentar »
4.8.2008 von admin.
Über die Notwendigkeit Intangible Assets elaboriert zu managen und zu reporten haben wir ja hier bereits ausführlich berichtet, ebenso wie über die Tatsache, das viele Unternehmen und Organisationen in Deutschland das Thema sträflich vernachlässigen. Nun geht der Gesetzgeber den nächsten Schritt: Das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) zielt auf die Verbesserung der Aussagekraft der Finanzberichtserstattung und eine kleine Annäherung an den internationalen Standard IFRS. Neben neuen Regelungen zu Zweckgesellschaften und Rückstellungen ist die deutliche Neuerung die Möglichkeit, auch immaterielle selbstgeschaffene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu bilanzierungspflichtigen Posten zu erklären. D.h. hierdurch wird die Aussagekraft der Bilanz, insbesondere bei innovationsstarken Unternehmen oder Dienstleistungsunternehmen mit geringen, traditionellem Anlagevermögen, deutlich gestärkt. Ferner hat dies zur Folge, dass Intangible Assets nun kein Rand- oder Schön-Wetter-Thema mehr sind, sondern zur Notwendigkeit in der Unternehmenssteuerung und im Unternehmensreporting werden. Der Gesetzgeber ist mit dem BilMoG einen wichtigen Schritt gegegangen…jetzt bleibt abzuwarten wie die Unternehmen nachziehen.
Regierungsentwurf des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
http://www.bmj.bund.de/files/-/3152/RegE%20Gesetz%20zur%20Modernisierung%20des%20Bilanzrechts.pdf
Stellungsnahme des Bundesrates
http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_8336/SharedDocs/Drucksachen/2008/0301-400/344-08_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/344-08(B).pdf
Geschrieben in IA Management, IA Reporting, Intangible Assets, Wissen, Allgemein | Keine Kommentare »
5.12.2007 von admin.
Wie erfolgskritisch Wissen und Information und dem zur Folge auch Wissensmanagement ist, zeigte sich wieder einmal bei der BMWi-Konferenz “Wissen macht Zukunft” im Sommer dieses Jahres.
“Der Vorsprung an Wissen ist unser einziger und entscheidender Wettbewerbsvorteil”
stellte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Hartmut Schauerte, noch einmal klar.
Interessant ist die Veränderung des Grundtenors: Wo früher Wissensmanagement erst als Allheilmittel verschrien wurde, dann enttäuschte und anschließend lediglich als theoretische Möglichkeit angesehen wurde, scheint es jetzt, auch gestützt durch gute Praxisresultate, einen belegbaren und unzweifelhaften Beitrag zu leisten - und das eben nicht mehr nur bei Wissensmanagementanhängern sondern auch bei Fachfremden. Auch die Kraft die in Communities steckt scheint inzwischen nicht mehr angezweifelt zu werden.
Eine begrüßenswerte Entwicklung. Jetzt muss sich zeigen ob dieser Paradigmenwechsel auch in Taten umgesetzt wird.
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